Alternative Ausbildungsorte

Kürzlich hatte der PALSTEK der Handwerkskammer Lübeck (HWK) die rote Karte gezeigt, denn diese hatte eine Pressemitteilung veröffentlicht, aus der hervorging, dass die HWK einige Gewerke, unter anderem Bootsbauer und Segelmacher, zukünftig nicht mehr beschulen möchte.

Die Innung Schleswig-Holstein und der DBSV haben inzwischen einige Gespräche geführt. Für die nächsten Jahre kann erst einmal Entwarnung gegeben werden. Die von der HWK Lübeck angekündigten Schritte sind nicht ohne weiteres umsetzbar und bedürfen auch der Genehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde. Die Verteilung der Beschulung der Bootsbauer auf verschiedene Bundesländer ist in der Kultusministerkonferenz geregelt und vertraglich zwischen den Bundesländern festgehalten. Auf diese Prozesse hat die HWK Lübeck keinen Einfluss.

Jetzt geht es darum auszuloten, wo die Bootsbauer zukünftig beschult werden können und welche Organisation die Schulträgerschaft übernimmt. Der Trave Campus soll erst in sieben Jahren fertig gestellt sein. So lange wird der Unterricht auf dem Priwall fortgeführt. Zurzeit gehen alle Beteiligten davon aus, dass auch über diesen Zeitpunkt hinaus die Beschulung der Bootsbauer aus Schleswig-Holstein und den Bundesländern, in denen es keine eigene Berufsschule gibt, weiterhin in Schleswig-Holstein stattfinden wird.

Die Innung Schleswig-Holstein und der DBSV streben allerdings eine Lösung an, die spätestens dann vorliegt, wenn der letzte Jahrgang der Auszubildenden mit dem Unterricht beginnt, der noch vollständig auf dem Priwall zur Schule geht. Das ist nach gegenwärtiger Planung 2024 der Fall.

www.dbsv.de

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