Inklusion durch Segelsport

Die TURNING POINT Stiftung GmbH fördert mithilfe des Segelsports die Inklusion von Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen sowie sozial Benachteiligten. Ziel ist es, diesen Personen durch das Segelerlebnis lebensverändernde Erfahrungen zu ermöglichen und sie besser in die Gesellschaft zu integrieren.

Segeln bietet beste Voraussetzungen für Inklusion. Auf einem Boot sind alle gleich und ein Team – ob mit oder ohne persönliches Handicap. Die Beschäftigung mit der Natur, Technik und Teambildung beim Segeln wird als ideal für das Erleben von Wendepunkten eingeschätzt. Und exakt das will die Stiftung mit ihrer Förderarbeit erreichen. „Während meiner bisherigen Segelprojekte konnte ich beobachten, wie Jugendliche durch das Segeln mehr Selbstvertrauen gewonnen und sich dadurch auch im Privatleben sehr positiv entwickelt haben“. Dies möchte ich mit TURNING POINT sehr viel mehr Menschen ermöglichen, vor allem benachteiligten Bevölkerungsgruppen“, erklärt Stifter Heinz-Peter Schmidt.

Inklusion bedeutet hier, dass benachteiligte Menschen gemeinsam mit Menschen ohne Einschränkung segeln. Die Aktivitäten sollen in bestehende Segelclubs integriert werden und auch bei Regatten zu mehr Inklusion führen. Gezielt wird Unterstützung und Starthilfe bei der Ausübung des Wassersports gegeben, zum Beispiel durch barrierefreie Boote, ausgebildete Trainer und Betreuer, spezielle Segelkurse und den Ausbau der bereits vorhandenen Segelinfrastruktur für inklusive Projekte.
Bislang kann Segeln nur wenigen Menschen der Zielgruppe zu einem persönlichen Wendepunkt verhelfen. Faktoren wie kostspieliges Material, geringe Bekanntheit des Segelsports, fehlende inklusive Rahmenbedingungen oder wenige inklusive Segelangebote in Vereinen stellen Hürden dar. Es fehlt an qualifizierten Trainern und Betreuern sowie öffentlicher Förderung von Segelprojekten. An diesen Punkten will die Stiftung ansetzen. Trainer und Betreuer sollen gezielt geschult und möglichst viele „Wendepunkt“-Segelkurse angeboten werden. Drei Kurse sind bereits in diesem Jahr geplant. Die Auftaktveranstaltung findet vom 20. bis 22. Mai 2022 in Prien am Chiemsee statt.
Die TURNING POINT Stiftung wird von einem Team aufgebaut, welches in Deutschland die vermutlich aktuell größte Erfahrung und Expertise im inklusiven beziehungsweise paralympischen Segeln besitzt. Jens Kroker, mit drei Paralympics-Medaillen einer der erfolgreichsten paralympischen Segler weltweit, übernimmt die Geschäftsführung. Krokers Trainer Bernd Zirkelbach und Christian Bittner sind mit an Bord. Zirkelbach hat nicht nur Deutschland zur erfolgreichsten paralympischen Segelnation gemacht, sondern bringt auch jahrzehntelange Erfahrung beim Aufbau von Segelakademien und der Qualifizierung von Trainern und Betreuern mit. Bittner war seit 2005 persönlicher Trainer von Kroker. Zum Team zählen zudem Jörg Aleith, Anja Düvel und Sabine Kroker-Hohmann, die sich seit Jahren aktiv und sehr erfolgreich beim Aufbau des inklusiven Segelns in Deutschland engagieren. Komplettiert wird das Team von Rebecca Ramirez, die vielfältige Erfahrungen im gemeinnützigen Bereich mitbringt.

www.turningpoint-stiftung.com

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