Propglide – erste Testresultate

Im Frühjahr/Sommer 2021 wurden an zwei Testbooten die Propeller mit der Antihaftbeschichtung des Herstellers Propglide versehen, um ihre Wirkung zu testen. Hierzu haben wir einen Langkieler mit Dreiflügel-Festpropeller und eine Kurzkielyacht mit Saildrive und Faltpropeller ausgewählt. Hierbei wurden die Verarbeitungsvorschriften des Herstellers genau beachtet, worauf der Importeur des Produkts eindringlich hingewiesen hatte.

Der Langkieler blieb über die komplette Saison sowie den Winter im Brackwasser des IJsselmeeres und wurde nur selten bewegt, in den letzten fünf Monaten gar nicht. Im besagten Revier hat in den vergangenen Jahren die Bewuchsbelastung vor allem mit Muscheln und Seepocken deutlich zugenommen, besonders Antriebsanlagen und Propeller sind hiervon oft stark betroffen. Dies führt nicht nur zu Leistungsverlusten, sondern kann auch Falt- und Verstellpropeller regelrecht blockieren.

Nun ergab sich die Gelegenheit, das Langkiel-Testboot erneut zu begutachten, leider nur im Wasser. Letzteres präsentierte sich zunächst ungewöhnlich klar, so dass ein direkter Blick auf den Urzustand möglich war, nachdem der Propeller für gute fünf Monate still gestanden hatte. Hierbei zeigten sich auf Welle und Stevenrohr, die nicht beschichtet wurden, zahlreiche Seepocken, der Propeller hingegen wies keine auf. Allerdings ließ sich dort leichter Algenbewuchs erkennen, wie auf dem Antifouling des übrigen Unterwasserschiffes auch, siehe erstes Bild. Anschließend wurde die Maschine ausgewintert und lief mit eingelegtem Vorwärtsgang zirka fünfzehn Minuten mit geringer Drehzahl. Leider war das aufgewirbelte Wasser anschließend derart trüb, das kein direkter Blick auf Propeller auf Propeller und Antriebsanlage mehr möglich war und wir eine kleine Unterwasserkamera zu Hilfe nehmen mussten, die leider nur recht mangelhaftes Bild- und Filmmaterial lieferte. Dennoch ließ sich auf dem Video eine deutliche Veränderung erkennen. Welle und Stevenrohr waren noch immer mit Seepocken behaftet, die Algen auf dem Propeller waren aber verschwunden, seine Wirksamkeit somit wieder hergestellt. Der Propeller präsentierte sich zwar nicht blitzblank, war dunkel angelaufen und zeigte die üblichen Kalkspuren, echte Algen ließen sich aber nicht mehr entdecken.

Das zweite, mit einem Faltpropeller ausgestattete Testboot wird zeitnah ausgekrant, auch über den Zustand dieses Propellers werden wir an dieser Stelle berichten.

Fotos: Jan Kuffel, Tommy Schmücker

www.propglide-shop.de

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PALSTEK Rum