Rückkehr einer Legende

Der britische Segler Sir Chay Blyth kehrte an den River Hamble zurück, um den 50. Jahrestag seiner erfolgreichen Einhand-Nonstop-Weltumseglung gegen die vorherrschenden Winde zu feiern. Damals eine Pioniertat, die sowohl ihn wie seine Ketch „British Steel“ zu Legenden machten. Eine große Menschenmenge versammelte sich im Royal Southern Yacht Club, darunter auch der erste Nonstop-Weltumsegler Sir Robin Knox-Johnston, zusammen mit Mike Golding, der 23 Jahre später als erster den Rekord von Sir Chay brach. Die Tatsache, dass es in den vergangenen 50 Jahren nur fünf Seglern gelungen ist, die gleiche „falsche Route“ zu segeln, gegenüber 140, die bei den vorherrschenden Winden nach Osten gesegelt sind, unterstreicht die enorme Leistung von Blyth, als Yachten noch nicht mit Rollreffanlagen, GPS-Navigation, weltweiter Kommunikation und zuverlässigen Autopiloten ausgestattet waren.

Blyths Windfahnen-Selbststeuerung wurde in einem Sturm vor Kap Hoorn zerschlagen und er musste seine 59-Fuß-Yacht für die verbleibenden 20.000 Meilen von Hand steuern. Sir Robin Knox-Johnston: „Francis Chichester, Alec Rose, Chay und ich waren die Wegbereiter, als die Briten diese Form des Hochseesegelns dominierten, was dazu führte, dass viele Leute diesen Sport aufgriffen.“

Mike Golding, ein ehemaliger Feuerwehrmann, der sechs Weltumsegelungen absolviert hat, ist einer von ihnen. „Sir Chays Reise hat mich zum Segeln gebracht und seitdem meine Karriere geprägt. Der anhaltende Erfolg, den die Segler des Team GB letzte Woche bei den Olympischen Spielen in Tokio erzielt haben, wäre vielleicht nicht annähernd so gut gewesen, hätte es Pioniere wie Sir Chay und Sir Robin nicht gegeben.“ Sie haben so viele inspiriert, Boote zu kaufen und auf das Wasser zu kommen, heute sind es ihre Kinder und Enkel, die die Führung im internationalen Segelsport übernehmen. Wir haben ihnen viel zu verdanken und heute ist ein Meilenstein in der Geschichte unseres Sports.“

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