Unfälle durch gute Vorbereitung vermeiden

In vielen Häfen an Nord- und Ostsee es nach Ostern wieder lebhaft. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) verzeichnet deshalb auch in den ersten Tagen steigende Einsatzzahlen für den Wassersport.

Bereits zwei Mal war dabei die Zeit, Menschenleben zu retten, äußerst knapp. Das Foto (Die Seenotretter – DGzRS) zeigt die Rettung von zwei Seglern in der Kieler Förde – bei nur fünf Grad Wassertemperatur. Auch bei Dunkelheit und schwerem Sturm sind die Seenotretter rund um die Uhr einsatzbereit. Ob sie Angst verspüren, werden sie oft gefragt, und oft ist die Antwort zu hören: „Angst nicht. Aber du darfst nie den Respekt vor der See verlieren.“

So gehört für die Seenotretter die persönliche Schutzausrüstung auf See zur selbstverständlichen Pflicht – wie das auch bei jedem Menschen sein sollte, der Wassersport betreibt. Ein Beispiel: Eine für Gewicht und Bekleidung passende Rettungsweste muss so angelegt sein, dass sie beim Sturz ins Wasser zuverlässig schützt. Entscheidend für das Überleben im Wasser ist, dass das entsprechende höchstzulässige Gewicht nicht überschritten wird und die Weste perfekt sitzt. Rettungswesten halten nicht ewig. Sie sind auf See die Lebensversicherung. Deshalb müssen die Westen regelmäßig gewartet werden, wie es von den Herstellern empfohlen wird. Noch besser ist es, gar nicht erst über Bord zu stürzen. Bei schlechtem Wetter und nachts heißt es deshalb: Lifelines tragen und einpicken – also die Lifeline an den dafür vorgesehenen Punkten oder Laufleinen befestigen.

Zu den häufigsten Einsätzen für den Wassersport zählten auch in der Saison 2021 Grundberührungen und Maschinenprobleme. Dies legt nahe, dass Wassersportler vor allem Navigation gründlicher durchführen. Das Ablesen eines Kartenplotters ist nur ein Teilbereich der Navigation, aber auch der Maschinenwartung sollte mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Bei vielen Einsätzen der Seenotretter kommt es zum Glück durch rechtzeitige Hilfeleistung nicht zu lebensbedrohlichen Seenotfällen. Aber dennoch: Der beste Einsatz ist der, der nicht gefahren werden muss.

Wie können Wassersportlerinnen und Wassersportler sich auf die Saison vorbereiten?

Unter sicher-auf-see.de gibt es viele wertvolle Tipps für verschiedene Wassersportarten.

Dort können Wassersportler außerdem die Broschüre „Sicher auf See“ kostenfrei bestellen und die Sicherheits-App SafeTrx der Seenotretter herunterladen (kostenlos für iOS und Android in den AppStores). Einfach die Checklisten in der App zum Saisonstart abhaken. Diese können individuell für Fahrzeug oder Sportart angepasst und gespeichert werden

Über die Seenotretter

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 55 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, der deutschen Rettungsleitstelle See (international: MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen annähernd 86.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit.

Spendenkonto:   Sparkasse Bremen   IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16   BIC: SBREDE

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